30. Keine Strafe – Keine Hölle Teil II.

Ravel saß vor seinem Computer und hatte alle Gefühle, die ihn bewegten, in einer Textdatei festgehalten. Für ihn völlig unvermutet, kam eine direkte Antwort von Gott in seine erstaunten Gedanken, die er sofort eintippte:

Mein lieber Ravel, du mein liebes Juwel! Ich kann dich so gut verstehen, und es ist völlig in Ordnung dass du meinst, jetzt gerade auf meine Liebe pfeifen zu können. Sag mir das ruhig alles, brüll es aus dir heraus! Denn wenn du dich direkt an mich wendest und deine ganze Verachtung, Wut und deinen Hass mir gegenüber zum Ausdruck bringst, wird niemanden geschadet. Stell dir nur vor deine schweren Gefühle würdest du still in deinem Herzen tragen und diese würden mit der Zeit deinen Körper und deine Seele vergiften. Du würdest höchst wahrscheinlich eine schwere Krankheit an Leib und Seele entwickeln.

Oder aber ein Kind das du betreust und sich nicht wehren kann, würdest du für all diese Gefühle, die du nicht gewagt hast mir gegenüber zum Ausdruck zu bringen, als Ventil missbrauchen. Oh mein Schatz, ich bin so froh das du diesen heiligen Weg gewählt hast. Denn ich, mein liebes Juwel, ich bin so mächtig und großartig, ich kann das alles gut aushalten und vor allem IN VOLLER GÄNZE VERSTEHEN. Ich weiß mein Liebes wie entsetzlich du dich fühlen musst, wie viel Angst, Pein und Schmerz und Verzweiflung in deinem Herzen sein muss um das zu fühlen, was du gerade jetzt mir gegenüber fühlst.

Mein Schatz, tief in deiner Seele sehe ich all diese Liebe, die du mir jeden Tag von neuem schenkst. Ich sehe nur dein unschuldiges und so verängstigtes, liebevolles Herz.Und sei sicher: Ich werde dich niemals bestrafen oder auch nur eine einzige Menschenseele zur Hölle schicken.Doch, mein Schatz, auch wenn ich es niemals tue, bitte schick du dich nicht selbst zur Hölle, indem du dich so quälst. Dein Leid ist schon groß genug, kommt es doch Höllenqualen gleich.

Du mein lieber Ravel, ich weiß es gehört viel Mut zum Menschsein, denn es gibt Zeiten, da kann es wahrlich die Hölle sein, Mensch zu sein. Aber sei dir gewiss, so etwas wie die Hölle gibt es nicht. Und deswegen werde ich niemand dorthin verbannen. Dafür liebe ich all meine Teile in voller Gänze viel zu sehr – wie auch den Teil in dir, der jetzt gerade voller Wut und Groll gegen mich ist, den ihr Zorn nennt, den so viele Menschen zuweilen in ihrem Leben gegen mich hegen. Ob nun still in ihren Herzen oder lauthals wie bei dir, gerade.

Mein liebes Juwel, wenn ich auch nur einen einzigen Teil in euch verachten, beschuldigen und bestrafen würde, wäre ich nicht dieser unglaublich barmherzige, gnädige und mitfühlende Gott, DER ICH BIN. Denn DER ICH BIN – DER IST NUR LIEBE – IN VOLLER GÄNZE – OHNE GRENZEN – IN ALLER KONSEQUENZ. ICH BESTRAFE NICHT – WEIL ICH LIEBE!!!“

“Wo bist du denn nur, wo bist du?“ fragte Ravel etwas verunsichert und mit ungläubiger Stimme. Er spürte ganz allmählich, wie sich seine Herzgegend wieder etwas weitete. Welch befreiendes Gefühl, all das fühlen zu dürfen, WAS IMMER GERADE AUCH IST. UND BEDINGUNGLOSE ANNAHME ERLEBEN ZU DÜRFEN, EINE ECHTE GNADE, DURFTE RAVEL HIER  GERADE ERFAHREN.

ICH BIN bei dir. ICH BIN immer da, wo du bist, und du bist immer da wo ICH BIN. Denn wir, du und ich, sind Eins. Durch dich, erfahre ICH mich im Menschsein, mit all den Ups and Downs, wie du sie oft nennst. Mit all den „Schönen und schweren Gefühlen“, mit all den Unzulänglichkeiten und Begrenzungen, die dein Menschsein ausmachen, mit all der Ohnmacht zuweilen, der Hilflosigkeit und tiefer Verzweiflung, mit all der Dunkelheit und Angst, die dich zeitweise übermannt… mit all der Wut, Traurigkeit und der tiefen Sehnsucht nach Frieden, Liebe und Geborgenheit, die ICH BIN – und auch mit all dem Mitgefühl, mein Liebes, das ICH mit dir hab. Du bist so mutig und hast mir den höchsten Dienst der Liebe erwiesen, indem du MICH, mich erfahren lässt durch dich.

Du ermöglichst MIR, DEN, DER ICH BIN, IN VOLLER GÄNZE ZU ERFAHREN. Das ist der Teil den du mir schenkst, Mensch zu sein. Mein Teil des Geschenks ist der göttliche Teil in dir, der immerzu und zu jeder Sekunde in und mit dir lebt, der Teil in dir, der dir meinen Frieden und Gnade schenkt.

Mein Mitgefühl, meine ganze und ungeteilte Liebe, deren Basis immer die Bedingungslosigkeit ist ist stets bei dir.

Mein Schatz, durch dich erfahre ich all meine Größe und Vielfältigkeit – durch all dein scheinbares Versagen, deine Unzulänglichkeiten und Fehler.

Mein lieber Ravel, was immer du auch gerade fühlst und durchmachen musst, ICH BIN immer bei dir und halte still deine Hand. ICH sehe immerzu nur Liebe, Liebe, Mitgefühl und den tiefen, unglaublichen Frieden und die Gnade, die ICH BIN.

Du, mein lieber Ravel, bist der Teil, der MICH ins Menschsein gehen lies. Das ist dein Geschenk an MICH, das du mir ganz mutig Tag für Tag immerzu bereitest. ICH BIN der Teil von dir, von uns, den ihr den göttlichen Funken nennt, den ihr Weisheit, Liebe, Friede, Mitgefühl und Einsein nennt. Es ist der Teil, mein liebes Juwel, den ICH euch gab, den ICH euch schenkte, indem ich euch schuf. Er verbindet euch immer und zu allen Zeiten mit MIR und mit allem Sein, das möglich ist, um es in Erfahrung zu bringen.

ICH spreche von dem Teil, den ihr zuweilen Gott, die Liebe ohne Gegenteil, Gnade oder göttliches Bewusstsein nennt. ICH BIN immer bei dir, weil ICH du bin. Du bist immer bei mir weil du ich bist. Wir sind für immer und alle Zeiten Eins.“

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4 Antworten so far »

  1. 1

    Kirstin said,

    Lieber lieber Ravel,

    ich kann Dich so gut verstehen. Ich – die Tini und die Kirstin. Weißt Du, ich hasse Gott nicht. Das ist es nicht. Aber ich habe ihm oft genug gegrollt. Daß er mich so lange im Stich gelassen hat. Ich weiß, daß er immer da ist und war. Aber ich konnte es nicht fühlen. Ich war nur gefangen hier im Menschsein. Und ich habe es Gott übel genommen, daß er mir die Hand nicht deutlich ausgestreckt hat. Das, was die Spiris sagen, kenn ich alles. Deshalb hat es aber trotzdem sch…weh getan. Und tut es immer noch, wenn ich mal wieder aus der Einheit gefallen bin.

    Und gegroll hab ich auch mit mir selbst. Daß ich mir das alles offenbar in den Lebensplan geschrieben hab. Und daß mich niemand zurückgehalten hat. Ich hab nie vermutet, daß Gott mich strafen könnte, wenn ich hader. Ich hab nur einfach gedacht, wenn er mich einfach hängen läßt, dann kann er mich nicht lieben. Na ja, und so hab ich denn bis vor kurzem mit diesem fremden, unbekannten Etwas in mir drin gelebt. Aber jeden Tag durch stehen mußte ich alleine.

    Na ja, jetzt ist es anders. In den letzten Wochen ist ganz schön viel passiert mit mir. Ganz schön aufgewacht. Und lieber Ravel, weißt Du, du hattest das doch schon mal, oder? Und da kommst du auch wieder hin. Wirst sehen.

    Ich drück Dich dolle.

    Viele Liebe grüße an Dich von tini und Kirstin

    • 2

      Liebe Kirsten,
      oh ja diesen Groll gegen uns selbst das kenne ich auch nur allzu gut. Meiner Erfahrung nach geht es im Menschsein immer wieder um Vergebung, Annehmen Was Ist und Gnade zu erfahren um letztlich Heilung zu finden. Also Ganzheit und Einheit mit dem gttlichen Kern in uns zu erfahren. Wie oft liege ich im Clinsch mit Teilen meiner Selbst, mit noch verschatteten und z. Teil nach auißen projizierten Teilen. All diese Teile, ob wir sie nun lieben oder eher ablehnen oder gar verurteilen, sie sind wie unsere Kinder die nur angenommen und geliebt werden wollen. Hab ganz lieben Dank, liebe Kirstin und auch Tini für eueren Kommentar.
      Sei gegnet, in all der Kraft, in all der Liebe die uns umgibt und uns ausmacht.
      Ganz herzlich Olaf und Marina 😀 😀

  2. 3

    […] Was die götttliche Stimme zu Ravel weiterhin sagt, findest du im Kapitel 30. Keine Strafe – Keine Hölle Teil II. der Lichtspielereien […]

  3. 4

    […] Was die götttliche Stimme zu Ravel weiterhin sagt, findest du im Kapitel 30. Keine Strafe – Keine Hölle Teil II.der Lichtspielereien […]


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